Über derelevator

Markus Baumgart / Antiquariat 13 qm / Gölzstraße 22 / 72072 Tübingen / antiquariat.13qm (ät) freenet.de / der.elevator (ät) freenet.de

Aus des Elevators Küche

Servieren Sie Ihr Tomatenmark doch einfach mal in Form von Tomaten, Ihre Gäste werden verblüfft sein!

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Oder Ihren Käse dekoriert mit einem Ziegenbock (selbst dann, wenn Sie Ihre Gäste eigentlich nicht ins Bockshorn jagen wollen).

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HINGEGEN: Vermeiden Sie es, Ihre Pizza von Aliens designen zu lassen:

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Selbst dann, wenn diese an sich über die Zutaten Bescheid wissen sollten. (In der Hoffnung, dass die Batterien [klein] nur für den Eigenbedarf gedacht sind…)

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Bon Appétit wünscht: Ihr Elevator!

 

R.I.P. Mark E. Smith

Mark E. Smith

Vorhin habe ich zufällig mitbekommen, dass Mark E. Smith am gestrigen Mittwoch, dem 24. Januar 2018 verstarb. Manmanman, wer hätte gedacht, dass der überhaupt sterblich ist? Der Heilige Geist des (Post-)Punk. Man dachte einige Zeit nicht mehr an ihn, zack, plötzlich umwaberte er einen wieder mit einem neuen „The Fall“-Album; und wenn man Glück hatte, fiel einem sogar zufällig ein Vinyl-Exemplar beim Händler des Vertrauens in die Hände.

Wäre ja auch nicht verwunderlich gewesen, wenn das Projekt „The Fall“ irgendwann ausgelaufen wäre – angeblich hat MES in den 40 Jahren des Bestehens um die 60 Musiker*innen verschlissen. Wir konnten es einmal quasi live erleben: Da spielten The Fall in Stuttgart-Wangen, im Longhorn/LKA, Ende der 1980er-Jahre, zur Zeit von „I Am Kurious Oranj“ und „The Frenz Experiment“. Irgendwas störte MES, an einem klassischen Notenpult stehend, an seinem Drummer. Schließlich warf er ihm seinen Bier-Pappbecher an den Kopf. Keine Ahnung, ob er mit diesem Drummer die Tour beendete oder unterwegs einen neuen aufgabelte.

Wir wussten ja bereits um seinen Ruhm als Band-Diktator. Nachdem wir ihn beim Konzert erlebt und gesehen hatten, hieß er bei uns dann nur noch „der Knautsch-Gnom E.“ – wenn man sich das Beitragsbild anschaut, weiß man warum. Hat sich in den letzten 30 Jahren noch richtig gut gemacht! R.I.P.M.E.!

Das Wesentliche alles Schrecklichen. Fritz Steisslingers Tagebuchaufzeichnungen von der Westfront 1916/17

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Zum Jahreswechsel 1915/16 kam der damals 25-jährige Maler Fritz Steisslinger – nach einmonatigem Heimaturlaub; zuvor war er an der Ostfront stationiert, dort aber nur am Rande in das Kriegsgeschehen involviert – an die Westfront, wo er zuerst bei Ypern, dann an der Somme im Kriegseinsatz war. Im Schützengraben und inmitten von Kämpfen führte er ausführlich Tagebuch. Unzensiert beschreibt Steisslinger darin den Kriegsalltag, das Leben und Sterben im Schützengraben und im Gefecht sowie das Miteinander der Soldaten in teils sachlichen, teils lakonischen, teils zynischen Worten. Darüber hinaus sind regelmäßig Reflexionen der eigenen Befindlichkeit, Phantasien, Beobachtungen eingestreut, die Fritz Steisslinger mal im Freudentaumel, mal in tiefer Niedergeschlagenheit zu Papier bringt.

Diese Aufzeichnungen habe ich für den Katalog zu aktuellen, sehr sehenswerten Ausstellung Bildgewalt – Darstellungen wischen Wahn & Wirklichkeit zum 30jährigen Galeriejubiläum der Städtischen Galerie Böblingen (noch bis 2. April 2018) ausführlich analysiert. Bereits verschiedentlich habe ich mich mit dem Werk Fritz Steisslingers in Zusammenarbeit mit der Nachlassverwalterin Frederica Steisslinger befasst. (Unter anderem habe ich das Buch Sehnsucht Brasilien. Der Maler Fritz Steisslinger auf Brasilienreise 1934 herausgegeben und in der Folge mehrere Ausstellungen dazu in diversen Kooperationen kuratiert.) So war es nur folgerichtig, im Rahmen eben dieses Ausstellungsthemas seine Kriegstagebücher aus dem 1. Weltkrieg und deren Stellung in der persönlichen und künstlerischen Entwicklung Fritz Steisslingers einmal näher zu betrachten.

Hier die Druckversion dieses Essays inklusive einiger Auszüge aus dem Tagebuch: Fritz Steisslinger_Kriegstagebuch_Druckversion

InformationsTanz!_Wer bin ich?

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Zum Auftakt des Veranstaltungsjahres 2018 überreichen Red Ford, Gneeon und Der Elevator einen Strauß bunter Melodien. In diese verpackt sind Texte, in denen Namen eine wichtige Rolle spielen. Nun ist es ja so: Man hat eine derart tolle Idee – um dann festzustellen, dass es selbstverständlich bereits zig Webseiten dazu gibt. Aber egal! Wir haben unser eigenes Programm gebastelt, und präsentieren es mit unvergleichlich analogem Charme und inklusive fröhlicher Rate-Runden am kommenden Samstag, den 27. Januar ab 21 Uhr im Pausenhof (am Sternplatz). Denn am schönsten sind ja die Dinge, die man selbst im realen Leben entdeckt hat.

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Das japanische Feedback

Hosono   Misora Hibari

Endlich wieder laden Red Ford und Der Elevator zu einem InformationsTanz in den Pausenhof: am 25. November 2017, ab 21 Uhr geht es um die Anfänge des J-Pop in den 1950er- bis 1970er-Jahren.

Als eine der so genannten Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg wurde die japanische Popkultur nach 1945 – ähnlich der deutschen – durch die amerikanische Besatzungszeit geprägt. Zwar gab es bereits vorher Anleihen aus der amerikanischen Populärkultur, aber erst mit den GIs kam in den Jahren der Okkupation westliche Popmusik, die vor allem die Jugendlichen ansprach, nach Japan. Von den 1950ern bis in die 1970er entspannen sich dort dementsprechend exemplarische Diskurse zur Populärkultur: Übernahme des internationalen Pop versus Reaktivierung traditioneller Genres; entgrenzte versus nationale Identität; englische versus japanische Songtexte.

Der Vortrag will die japanische Popmusik an Hand von Musikbeispielen chronologisch bis in die späten 1970er nachzeichnen. Um 1980 unternahm dann das Yellow Magic Orchestra den Versuch, eine zeitgemäß kosmopolitische, elektronische Musik zu erschaffen. In der Folge wurde J-Pop zunehmend im Westen bekannt, die Popgeschichte davor jedoch blieb weiterhin Terra incognita. Zeit also, dass Der Elevator aufklärt über Enka, Rokabirii, Eleki Buumu, Group Sounds und die japanische Folk- und New-Music-Bewegung.

Flyer_Das japanische Feedback

 

 

InformationsTanz!_Amok/Koma

InformationsTanz_AmokKoma

Auf Grund meiner reduzierten Kommunikation war es vermutlich bereits zu bemerken: Ich nehme mir gerade eine kleine Auszeit – und damit auch die regelmäßige Buchlounge. Was aber nicht bedeuten soll, dass ich mich aus dem kulturellen Leben Tübingens komplett zurückzuziehen vorhabe. So findet an diesem Samstag, 25. März 2017 der nächste InformationsTanz im „Pausenhof“ statt, selbstverständlich zusammen mit meinem gutsten DJ-Kollegen Markus Red Ford (siehe Flyer). Und am jährlichen Antikmarkt in der Haaggasse am darauffolgenden Wochenende 1./2. April werde ich wieder mit einem Stand voller auserlesener Bücher vertreten sein (bitte bereits jetzt kollektiv gutes Wetter herbeisehnen). Und überhaupt schwirren da noch diverse Ideen in meinem Kopf herum, gibt es bereits Buchlounge-Themen, die der Konkretisierung entgegenstreben, Buchlounge-Gäste, die mir ihre freundschaftliche Kooperation zugesichert haben. Somit muss eigentlich nur noch der innere Schweinehund die organisatorische Hürde überspringen.