Am 28. Dezember 2025 jährte sich der Geburtstag Hildegard Knefs zum 100. mal. In Ulm geboren, wuchs sie ab ihrem ersten Lebensjahr in Berlin auf, durchlebte dort den Zweiten Weltkrieg, ließ sich als Zeichnerin beim Film ausbilden, wurde als Schauspielerin entdeckt. In den 1960er-Jahren wechselte sie zunehmend vom Film zum Chanson, begann eine zweite Karriere im Musikgeschäft. Ella Fitzgerald soll sie als »beste Sängerin ohne Stimme« bezeichnet haben. Ab 1966 schrieb sie die meisten Texte ihrer Songs selbst.
1970 erschien mit ›KNEF‹ ihr poppigstes, von ihr selbst hoch geschätztes Album, das vom Deutschen Schallplattenclub leicht variiert als Lizenzausgabe unter dem Titel ›Tapetenwechsel‹ aufgelegt wurde. Im Folgejahr veröffentlichte sie ›Worum geht’s hier eigentlich?‹ und mit ›From here on it gets rough‹ ein Album auf dem amerikanischen Markt. Mit dieser Trilogie näherte sich Hildegard Knef in ihrer Karriere der zeitgenössischen Popkultur am weitesten. Zeitgleich reüssierte sie als international gefeierte Buchautorin.
Der Vortrag folgt bis etwa zu diesem Zeitpunkt chronologisch der künstlerischen Entwicklung der Knef. In der Kürze der Zeit kann das freilich keine detaillierte Lebensgeschichte sein, mehr ein buntes Potpourri mit vielfältigem Bildmaterial. Unterhaltsame Kurzgeschichten aus dem Kulturleben der 1960er-BRD, ein kleiner Einblick in die Filmografie Hildegard Knefs, ihr Weg zum Chanson, Informationen zu den Komponisten und Orchestern, die für die musikalische Begleitung verantwortlich zeichneten. Und wer ist eigentlich dieser Herr Mleinek, der für die Knef die Cole-Porter-Songs ins Deutsche übertrug?












